{"id":956,"date":"2022-07-24T14:09:16","date_gmt":"2022-07-24T14:09:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.holger-montag.de\/?p=956"},"modified":"2022-07-24T14:13:00","modified_gmt":"2022-07-24T14:13:00","slug":"ostdeutschland-liegt-rechts-auf-der-karte-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/holger-montag.de\/?p=956","title":{"rendered":"Ostdeutschland liegt rechts auf der Karte (Teil 2)"},"content":{"rendered":"<p>Wird ein Migrant von Neonazis in der S-Bahn angep\u00f6belt und schauen diese B\u00fcrger weg, macht sie das vielleicht zu Feiglingen, aber noch nicht zum Bef\u00fcrworter der Aktion. Doch l\u00e4ngst geht es nicht mehr um Wegschauen. Wer aktiv an einer offensichtlich von rechtsradikalen Gruppierungen ausgerichteten oder vereinnahmten Demo teilnimmt, macht sich mitschuldig an den Folgen.<\/p>\n<h2>Das Gesicht der Extremisten<\/h2>\n<p>Es sind n\u00e4mlich diese B\u00fcrger, die dem Angriff gegen die Rechtsstaatlichkeit erst ein b\u00fcrgerliches Gesicht geben. B\u00fcrger b\u00fcrgen \u2013 in dem Fall f\u00fcr\u00a0 verfassungsfeindliche Kr\u00e4fte in ihrem Land. Und da auch ihr Prozentsatz deutlich h\u00f6her liegt als im Westen, m\u00fcssen sie sich den Vorwurf gefallen lassen, der Osten habe offensichtlich ein Problem mit der Demokratie.<\/p>\n<p>Ja, es sind Angriffe auf die Demokratie, auch wenn viele genau das Gegenteil hineininterpretieren m\u00f6chten. Zum Teil ist von Emanzipation die Rede, davon, dass der Osten sich durch diese Kundgebungen Geh\u00f6r verschaffe, weil man von seinen Problemen im Westen nichts wissen wolle.<\/p>\n<p>Eines dieser Probleme liegt wie erw\u00e4hnt im niedrigen Lohnniveau. Damit es steigen kann, m\u00fcssten sich mehr Unternehmen im chronisch strukturschwachen Ostdeutschland niederlassen. An dieser Stelle ist vielen Menschen nicht klar, dass die rechtsnationalistische und teilweise -radikale Gesinnung vieler Ostdeutscher auf Investoren nicht gerade attraktiv wirkt.<\/p>\n<h2>Herzlich willkommen?<\/h2>\n<p>Insbesondere global operierende Unternehmen k\u00f6nnen ihrer internationalen Belegschaft in manchen Landsstrichen weder Sicherheit noch ein angenehmes Lebensumfeld bieten. Wenn dort selbst Politiker von einem aufgebrachten Mob zu Hause bedr\u00e4ngt werden, wie soll man sich dort jemals wohlf\u00fchlen?<\/p>\n<p>Fakt ist: Der Osten bem\u00fcht sich nicht in ausreichendem Ma\u00dfe um eine Verbesserung seines Images. Im Gegenteil, man s\u00e4gt im Verbund mit Neonazis gen\u00fc\u00dflich die eigenen Stuhlbeine durch. Weil man sich alleingelassen f\u00fchlt vom Staat. Weil es denen da dr\u00fcben immer noch besser geht. Weil die da oben sowieso immer gewinnen. Weil fr\u00fcher alles besser war.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher? Zu DDR-Zeiten etwa? Als man den Westen mit seinen ganzen Neonazis verteufelte? Dieselben, die man nun nach der Corona-Demo noch zu einem Bier in die Laube einl\u00e4dt? Was stimmt hier nicht in diesem Gedankengang?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>***Moment mal. Nicht jeder ostdeutsche B\u00fcrger bef\u00fcrwortet Pegida oder Rechtsradikalismus. Nat\u00fcrlich nicht! Gewisse Tendenzen sind allerdings im Osten ausgepr\u00e4gter als im Wesen Deutschlands. Teil 3 erz\u00e4hlt mehr dar\u00fcber.***<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Als Freelancer recherchiere ich regelm\u00e4\u00dfig zu gesellschaftlichen Themen und verfasse im Auftrag Dritter Sachtexte wie diesen. Falls auch Sie einen Ghostwriter f\u00fcr Texte suchen, kontaktieren Sie mich einfach \u00fcber den Men\u00fcpunkt Freelancer Text.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wird ein Migrant von Neonazis in der S-Bahn angep\u00f6belt und schauen diese B\u00fcrger weg, macht sie das vielleicht zu Feiglingen, aber noch nicht zum Bef\u00fcrworter der Aktion. Doch l\u00e4ngst geht es nicht mehr um Wegschauen. Wer aktiv an einer offensichtlich von rechtsradikalen Gruppierungen ausgerichteten oder vereinnahmten Demo teilnimmt, macht sich mitschuldig an den Folgen. 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