{"id":796,"date":"2021-12-10T10:43:18","date_gmt":"2021-12-10T10:43:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.holger-montag.de\/?p=796"},"modified":"2023-05-23T14:06:45","modified_gmt":"2023-05-23T14:06:45","slug":"new-work-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/holger-montag.de\/?p=796","title":{"rendered":"New Work (Teil 1)"},"content":{"rendered":"<p>Nehmen wir an, Karl Marx sei noch am Leben und h\u00e4tte miterlebt, auf welch unterschiedliche Weise seine Idee des Kommunismus im Lauf der Jahre interpretiert wurde. Sicherlich w\u00e4re er von totalit\u00e4ren politischen Systemen, deren Weltbild und Massenverbrechen wie der maoistischen Kulturrevolution oder dem Gro\u00dfen Terror unter Stalin nicht begeistert gewesen und er h\u00e4tte sich deutlich von diesen distanziert.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Frithjof Bergmann ergeht es mit New Work \u00e4hnlich. Der austro-amerikanische Philosoph, der in deutschsprachigen Vortr\u00e4gen auch den Begriff Neue Arbeit benutzt, entwickelte Ende der 1970er Jahre eine unerh\u00f6rt revolution\u00e4re Sozialutopie. Diese sah nicht nur eine Teilung des starr getakteten 8-Stunden-Arbeitsalltags vor, sondern auch eine Sinnsuche und -findung der einzelnen Arbeitnehmer in ihren T\u00e4tigkeiten. <em>Berufung statt Beruf<\/em>. Die aktuelle Interpretation der New Work-Idee reicht ihm nicht weit genug.<\/p>\n<h2>Die kreative Kraft<\/h2>\n<p>Bergmann ist kein Hippie-Philosoph. Er hatte einen Lehrstuhl an der University of Michigan inne und f\u00fchrte Lehrauftr\u00e4ge an der Stanford-Universit\u00e4t, der University of Chicago und der University of Berkeley aus. Daneben beriet er Regierungen, Firmen, Gewerkschaften und Kommunen in Fragen der Zukunft der Arbeit und der Innovationsfreudigkeit. Und er \u00e4rgert sich dar\u00fcber, dass heutzutage bereits ein bisschen mehr Eigenverantwortung im Job gleich als New Work gilt.<\/p>\n<p>Wie Karl Marx, setzte sich auch Frithjof Bergmann intensiv mit dem vorherrschenden Modell des Kapitalismus auseinander. In seinem Hauptwerk <em>Das Kapital<\/em> charakterisiert Karl Marx das Wesen der menschlichen Existenz als \u201eF\u00e4higkeit des Menschen, seine Umwelt sch\u00f6pferisch und frei zu gestalten\u201c. Diese kreative Kraft ist laut Bergmann auch der Schl\u00fcssel zur New Work, welche das durch unflexible Arbeitsmodelle ausgebremste Potential der Arbeiter nutzen wollte.<\/p>\n<h2>Das New Work der 1970er<\/h2>\n<p>New Work sah vor, die Lohnarbeitszeit zu verringern und um die Sparten <em>Selbstversorgung<\/em> und <em>selbstst\u00e4ndige T\u00e4tigkeiten<\/em> zu erweitern, die den individuellen F\u00e4higkeiten des Einzelnen eher entsprechen als beispielsweise seine Arbeit am Flie\u00dfband. Bei der Suche nach einer f\u00fcr ihn geeigneten Nebent\u00e4tigkeit solle der Mitarbeiter kr\u00e4ftig unterst\u00fctzt werden \u2013 und zwar vom Arbeitgeber!<\/p>\n<p>Das klingt weltfremd? Nicht, wenn man den Kontext betrachtet, in dem New Work geboren wurde. Bergmann arbeitete in den 1970er Jahren bei General Motors in Flint\/Michigan, wo sich die Werksarbeiter bedingt durch Rezession und den Einsatz moderner Fertigungstechniken mit drohenden Massenentlassungen konfrontiert sahen. Diese sollten durch Kurzarbeit verhindert und zugleich den Arbeitern werksseitig dabei geholfen werden, in der freigestellten Zeit ihre Talente f\u00fcr andere T\u00e4tigkeiten zu finden.<\/p>\n<p>So gesehen, war New Work zun\u00e4chst eine Form des Krisenmanagements. Dass Bergmanns Idee nach vielen Jahren eine Renaissance und Neuinterpretation erlebt, verdankt sie weitaus gr\u00f6\u00dferen, strukturellen Umw\u00e4lzungen auf dem Arbeitsmarkt als seinerzeit in Michigan. Was die Frage aufwirft, ob man New Work angesichts der ver\u00e4nderten Umst\u00e4nde neu interpretieren darf oder gar muss.<\/p>\n<p>Was hat sich ge\u00e4ndert?<\/p>\n<p>Der arbeitende Mensch der Gegenwart strebt vermehrt nach Selbstverwirklichung und dem Integrieren seiner Talente in seine berufliche T\u00e4tigkeit. Dieser durchaus egoistische Wunsch wurde in fr\u00fcheren Zeiten arbeitgeberseitig eher als Hemmnis empfunden. Konformit\u00e4t war das Gebot der Stunde, Individualisierung jeglicher Art war verp\u00f6nt. Schlie\u00dflich musste auch der Vorgesetzte Punkt 8:00 Uhr am Schreibtisch sitzen, statt seiner Verantwortung vom Fr\u00fchst\u00fcckstisch aus nachzugehen.<\/p>\n<p>Arbeit und Freizeit sind kein Widerspruch<\/p>\n<p>L\u00e4ngst haben wir jedoch den \u00dcbergang vom Industrie- zum Dienstleistungs- und digitalen Zeitalter vollzogen. In vielen Unternehmen haben sich mehr oder weniger innovative Ans\u00e4tze bei der Gestaltung des Arbeitsumfelds bereits durchgesetzt. Eigenverantwortung, gesundheitspr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen und das Ber\u00fccksichtigen von privaten Rahmenbedingungen sollen Mitarbeitern das Gef\u00fchl vermitteln, nicht mehr Untergebene, sondern gesch\u00e4tzte Ruderer im selben Boot zu sein.<\/p>\n<p>Arbeitszeiten und \u2013orte sind immer \u00f6fter flexibel, Beruf und Familie vereinbar und Hierarchien flacher. Teilzeitarbeit und Transparenz z\u00e4hlen l\u00e4ngst zu den festen Bestandteilen des Arbeitslebens, und auch Home Office und Entspannungsseminare sollen zu einer Verbesserung der Work-Life-Balance beitragen. Doch ist dies tats\u00e4chlich New Work?<\/p>\n<p>Spa\u00df allein reicht nicht<\/p>\n<p>Nein! sagt Frithjof Bergmann, dem diese Ans\u00e4tze nicht weit genug gehen. Auch deshalb nicht, weil seine Vision einen anderen Ansatz verfolgt als das blo\u00dfe Vers\u00fc\u00dfen des Arbeitsalltags und den daraus resultierenden Spa\u00df bei der Arbeit. In seiner urspr\u00fcnglichen Vision der New Work sollten die Menschen ihre individuellen Talente suchen und in selbstst\u00e4ndiger Weise zu ihrem wie auch zum Wohl der Gemeinschaft anwenden. Arbeit, die du wirklich, wirklich willst, so das New-Work-Credo.<\/p>\n<p>Das klingt tats\u00e4chlich nicht nach Tischkicker und Team-Yoga. Diese sind bestenfalls das i-T\u00fcpfelchen auf einer gelungenen New Work-Strategie. Kein Mensch arbeitet wegen der Tischtennispausen bei hippen Global Playern. Sondern weil die Arbeit dort seinen individuellen Neigungen entspricht und das Einbringen seiner Pers\u00f6nlichkeit gesch\u00e4tzt wird.<\/p>\n<p>Individuelle St\u00e4rken f\u00fcgen sich ineinander<\/p>\n<p>Ein echter New Worker arbeitet nicht f\u00fcr ein Unternehmen. Er empfindet sich als Teil des Unternehmens.<\/p>\n<p>New Work 4.0<\/p>\n<p>Flexibel denkende und agil handelnde Mitarbeiter stehen bei vielen Unternehmen hoch im Kurs. Auch engagierte Quereinsteiger und \u2013denker sind gefragter denn je. Menschen, welche nicht nur ihre Arbeitszeit ableisten, sondern auch ihre individuellen F\u00e4higkeiten in den Job einbringen. Die mit viel Empathie auf Kunden und spezielle Problemstellungen eingehen und auch mal unorthodoxe Ideen entwickeln, wenn ausgefallene L\u00f6sungen notwendig sind.<\/p>\n<p>New Work l\u00e4sst unkonventionelle Ideen zu<\/p>\n<p>New Work in der Arbeitswelt 4.0 beinhaltet noch immer Frithjof Bergmanns Werte Selbstst\u00e4ndigkeit, pers\u00f6nliche Freiheit und Teilhabe an der Gemeinschaft. Die aktuelle Interpretation seiner Sozialutopie diskreditiert diese Werte also keineswegs, sondern setzt sie innerhalb der heutigen M\u00f6glichkeiten einzelner Unternehmen und Branchen in die Praxis um.<\/p>\n<p>Revolution\u00e4re Ideen lassen sich oftmals nur im Rahmen von Kompromissen realisieren. Dies trifft auf neue Techniken und Ideologien ebenso zu wie auf Visionen. Nicht immer sind deren Erfinder mit dem Ergebnis zufrieden, siehe Karl Marx. Und doch r\u00fccken auch Kompromisse die Welt meist ein St\u00fcck weit in die von ihnen angedachte Richtung.<\/p>\n<p>Ans\u00e4tze f\u00fcr New Work: Der erste Schritt<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst ist nicht entscheidend, wie konsequent das eigene Unternehmen die Philosophie von New Work umsetzt. Allein das Wahrnehmen der Mitarbeiter als Individuum mit Familie, Zielen, Engagement, W\u00fcnschen, Talenten und Ideen durch den Vorgesetzten bedeutet vielerorts bereits einen bedeutenden Schritt nach vorn.<\/p>\n<p>Allerdings sollten auch die Mitarbeiter selbst an einer Verbesserung ihres Arbeitsumfelds und der Integration ihrer pers\u00f6nlichen F\u00e4higkeiten interessiert sein. Und nat\u00fcrlich motiviert, sich in diesen Prozess proaktiv einzubringen &#8211; egal, ob man ihn New Work nennt oder nicht. Gerade in bislang streng hierarchisch gef\u00fchrten Organisationen ist dies keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit.<\/p>\n<p>Das Indiviuum in der New Work<\/p>\n<p>Freiheit, Teilhabe und Selbstst\u00e4ndigkeit: Die Werte von New Work<\/p>\n<p>Das New Work-Feeling<\/p>\n<p>Den\u00a0 Arbeitnehmern wurde mit Einf\u00fchrung der Vertrauensarbeitszeit eine gewisse Selbstbestimmtheit gew\u00e4hrt. Schlie\u00dftag in der Kita? In Ordnung, dann mache ich heute halt Home Office. Oma zum Arzt fahren? Dank gleitender Arbeitszeit kein Problem.<\/p>\n<p>Das Vertrauen des Arbeitgebers ersetzte die Kontrolle und das Einr\u00e4umen von Freiheiten f\u00fchrte zu erh\u00f6hter Selbstst\u00e4ndigkeit bei den Mitarbeitern.<\/p>\n<p>Deren Eigenverantwortung kann weiter gesteigert werden, indem sie beispielsweise ihre Budgets selbst verwalten oder in wichtige unternehmerische Prozesse miteinbezogen werden.<\/p>\n<p>So sind die Mitarbeiter mancher Unternehmen bei Entscheidungen stimmberechtigt, k\u00f6nnen eigene Leistungsziele selbst festlegen oder werden am Unternehmenserfolg beteiligt. Im Idealfall f\u00fchlt ihre Arbeit sich an wie die am eigenen Start-Up. Work-Life-Fusion statt nur \u2013Balance.<\/p>\n<p>In vielen Unternehmen sind solche Modelle l\u00e4ngst etabliert. Oftmals nicht ganz freiwillig, denn die Lage auf dem Arbeitsmarkt verlangt nach Ver\u00e4nderung. Ob im IT- oder Pflegebereich, in der Beratung oder im Handwerk: Der Fachkr\u00e4ftemangel zwingt viele Unternehmen und Organisationen dazu, die Arbeitsbedingungen so attraktiv wie m\u00f6glich zu gestalten.<\/p>\n<p>Hausmittel gegen Fachkr\u00e4ftemangel<\/p>\n<p>Nun ist es nicht jeder Branche verg\u00f6nnt, mit Gewinnbeteiligungen um k\u00fcnftige Angestellte zu buhlen. Mitarbeitern im Pflegebereich erscheinen zuweilen selbst milde Formen von New Work wie flexible Arbeitszeiten, die M\u00f6glichkeit zur beruflichen Fortbildung oder flache Hierarchien wie gewagte Zukunftsutopien. Berufliche Perspektivlosigkeit und geringes Einkommen sind hingegen Realit\u00e4t und f\u00fcr den Fachkr\u00e4ftemangel im Gesundheitswesen mitverantwortlich.<\/p>\n<p>Pflegenotstand 2021<\/p>\n<p>Der Mangel an Pflege(fach)kr\u00e4ften wurde in den letzten Jahren zum Dauerthema . Obwohl sie seit Jahren am Limit arbeiten und durch die Corona-Pandemie teilweise dauer\u00fcberlastet sind, ist keine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Sicht. Jede dritte Pflegekraft denkt mittlerweile \u00fcber einen Jobwechsel nach.<\/p>\n<p>Dabei sind sich Pflegekr\u00e4fte im Gegensatz zu manch anderen Arbeitnehmern der Tatsache bewusst, eine sinnvolle T\u00e4tigkeit auszu\u00fcben. Dieses Wissen reicht zur Mitarbeitergewinnung und \u2013bindung allerdings nicht aus. Entscheidende Faktoren sind der Austausch mit Vorgesetzten und Kollegen, die Anerkennung der eigenen Arbeit und die M\u00f6glichkeit, diese mitzugestalten. Identifikation durch Integration. Oder, anders ausgedr\u00fcckt: Echte Teilhabe an der Gemeinschaft.<\/p>\n<p>Selbstbestimmtheit ist wichtig, Supervisionen oder die Aussicht auf den Erwerb akademischer Qualifikationen motivieren zus\u00e4tzlich. Denn auch lebenslanges Lernen z\u00e4hlt zu den Grundprinzipien von New Work. Sie erinnern sich:\u00a0 Arbeit, die du wirklich, wirklich willst. Die eigenen Qualifikationen optimiert man als Mitarbeiter schon aus eigenem Interesse.<\/p>\n<p>New Work in Pflegebranchen<\/p>\n<p>Nur noch f\u00fcnf Tage bis zum Wochenende<\/p>\n<p>Die in ihren strengen Strukturen erstarrte Erwerbsarbeit der 1970er Jahre, welche Frithjof Bergmann mit einer leichten Erk\u00e4ltung verglich, die man noch bis Freitag aushalte, sollte zum Wohle der Mitarbeiter, aber auch des Unternehmens der Vergangenheit angeh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Motivierte Mitarbeiter an 7 Tagen die Woche<\/p>\n<p>Produktivit\u00e4t und Wachstum, jene Schlagworte der Industrialisierung, sind noch immer aktuell. Allerdings werden sie heute mit Motivation und Identifikation in direkten kausalen Zusammenhang gesetzt.<\/p>\n<p>Moderne Unternehmen und Organisationen bauen auf Mitarbeiter, die nicht gezwungenerma\u00dfen, sondern gerne zur Arbeit erscheinen. Weil sich ihr Arbeitsumfeld stetig verbessert und die Teamarbeit gef\u00f6rdert wird. Weil sie sich nicht als kleine R\u00e4dchen in Getrieben, sondern als mitspracheberechtigten Teil der Unternehmensgemeinschaft empfinden. Und weil ihnen mehr Einfluss auf ihre T\u00e4tigkeit sowie Zeit f\u00fcr Familie und Hobbys gew\u00e4hrt wird.<\/p>\n<p>Die Politik und New Work<\/p>\n<p>Zur Zeit der geistigen Geburt von New Work in den 1970ern sah die Arbeitswelt noch ganz anders aus. Doch auch heute, da einzelne Unternehmen aus freien St\u00fccken die 4-Tage-Woche einf\u00fchren oder Mitarbeiter zu Mitunternehmern machen, tut sich die Politik schwer damit, die organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr bessere New Work zu schaffen. Zum Thema (Neue) Arbeit \u00e4u\u00dfern sich nahezu alle deutschen Volksparteien gleicherma\u00dfen reserviert.<\/p>\n<p>So propagiert die CDU einen Rechtsanspruch auf Teilzeit, die SPD m\u00f6chte diesen f\u00fcr Home Office verankern. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) versucht, mit seinem \u201eArbeit-von-morgen-Gesetz\u201c Stellenabbau zu vermeiden und die Kurzarbeit in Kombination mit Weiterqualifizierungen zu f\u00f6rdern \u2013 ein \u00e4hnlicher, wenn auch nicht so weit gefasster Ansatz wie in den 1970ern\u00a0 bei General Motors in Flint.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen stellen in Aussicht, nach der Elternzeit fr\u00fcher als bisher wieder in den Beruf zur\u00fcckzukehren zu k\u00f6nnen, und die Linke hat immerhin das Thema Crowdworking (freiberufliche Auftragsarbeit, z.B. Texterstellung) f\u00fcr sich entdeckt und m\u00f6chte Selbstst\u00e4ndige sozialrechtlich absichern. So oder so: Die Fokussierung auf Home Office allein gen\u00fcgt nicht.<\/p>\n<p>Volksparteien tun sich schwer mit New Work<\/p>\n<p>Pro und contra: Home Office<\/p>\n<p>Mehr Lebensfreude durch angewandte New Work<\/p>\n<p>Apropos Home Office. Einer der wenigen Kritikpunkte an New Work bezieht sich auf den flie\u00dfenden \u00dcbergang zwischen Berufs- und Privatleben. Da eine klare Abgrenzung fehle, h\u00e4uften Mitarbeiter im Home Office viele \u00dcberstunden an, f\u00fcr die sie \u00fcberdies nicht entlohnt w\u00fcrden. Andere Kritiker argumentieren, Unternehmen seien nicht dem Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter, sondern dem ihrer Kunden verpflichtet. Gl\u00fcckliche Mitarbeiter rechtfertigten keine m\u00f6glichen Auftragsverluste.<\/p>\n<p>Nun liegt es New Workern fern, ihrem Unternehmen Umsatzeinbu\u00dfen zu bescheren, schlie\u00dflich verstehen sie sich als Teil desselben. Und es obliegt jedem Unternehmen, die Regeln der New Work zu umrei\u00dfen. Home Office beispielsweise ist nicht per se an eine Rufbereitschaft rund um die Uhr gekoppelt. Umgekehrt greifen Mitarbeiter aber gerne auch mal im heimischen B\u00fcro zum H\u00f6rer, wenn nach dem beruflichen Telefonat im Garten die Wasserschlacht mit dem Nachwuchs wartet.<\/p>\n<p>Ja, Arbeit darf n\u00e4mlich durchaus Spa\u00df machen. Auch wenn Frithjof Bergmann dieses Wort im Zusammenhang mit New Work so gar nicht gef\u00e4llt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Als Freelancer recherchiere ich regelm\u00e4\u00dfig zu gesellschaftlichen Themen und verfasse im Auftrag Dritter Sachtexte wie diesen. Falls auch Sie einen Ghostwriter f\u00fcr Texte suchen, kontaktieren Sie mich einfach \u00fcber den Men\u00fcpunkt Freelancer Text.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nehmen wir an, Karl Marx sei noch am Leben und h\u00e4tte miterlebt, auf welch unterschiedliche Weise seine Idee des Kommunismus im Lauf der Jahre interpretiert wurde. 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