{"id":712,"date":"2021-11-16T22:01:38","date_gmt":"2021-11-16T22:01:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.holger-montag.de\/?p=712"},"modified":"2021-12-03T17:46:06","modified_gmt":"2021-12-03T17:46:06","slug":"raumklima","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/holger-montag.de\/?p=712","title":{"rendered":"Raumklima"},"content":{"rendered":"<p>Das Raumklima ist ein wesentlicher Bestandteil f\u00fcr das Wohlbefinden in Innenr\u00e4umen. Ob Eigenheim oder B\u00fcro, Schlafzimmer oder Wohnzimmer: Das f\u00fcr ihn ideale Raumklima definiert jeder Mensch anders. Denn Behaglichkeit und Atmosph\u00e4re werden nicht nur von objektiven, sondern auch von subjektiven Einflussfaktoren bestimmt.<\/p>\n<p>Die objektiven Kenngr\u00f6\u00dfen f\u00fcr ein gutes Raumklima lauten:<\/p>\n<ul>\n<li>Temperatur<\/li>\n<li>Luftfeuchtigkeit<\/li>\n<li>Luftqualit\u00e4t<\/li>\n<li>W\u00e4rmestrahlung und<\/li>\n<li>Luftgeschwindigkeit.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nat\u00fcrlich empfindet jeder Mensch auch die Temperatur eines Raumes subjektiv angenehm oder unangenehm. Dass die Innentemperatur zu den objektiven Kenngr\u00f6\u00dfen des Raumklimas z\u00e4hlt, h\u00e4ngt mit den Richtwerten zusammen, welche auch f\u00fcr eine ausgewogene Luftfeuchtigkeit als Empfehlung definiert sind.<\/p>\n<h2>Richtwerte f\u00fcr das optimale Raumklima<\/h2>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>So gelten f\u00fcr Innenr\u00e4ume Temperaturen von 19 &#8211; 21 Grad Celsius (\u00b0 C) als gesundes Ma\u00df. Im Badezimmer darf es gerne etwas w\u00e4rmer (23\u00b0 C), im Schlafzimmer etwas k\u00fchler sein (18\u00b0 C). Die Luftfeuchtigkeit sollte idealerweise zwischen 30 &#8211; 50 Prozent liegen.<\/p>\n<p>Solche Kennwerte k\u00f6nnen mit Messger\u00e4ten wie Thermometer (Temperatur) und Hygrometer (Luftfeuchtigkeit) bestimmt werden. Ein Luftqualit\u00e4tsmesser sp\u00fcrt zudem sogenannte VOC-Verbindungen in der Luft auf. Diese fl\u00fcchtigen organischen Verbindungen geraten durch Reinigungsmittel, Farben, Klebstoffe oder M\u00f6bel in die Raumluft und sind neben dem Kohlendioxid- und Sauerstoffgehalt entscheidende Faktoren f\u00fcr ein angenehmes Raumklima.<\/p>\n<p>W\u00e4rmestrahlung registrieren wir bewusst, wenn Sonnenlicht direkt durch ein Fenster einf\u00e4llt. \u00dcblicherweise nehmen wir sie kombiniert mit der Lufttemperatur wahr. Eine erh\u00f6hte Luftgeschwindigkeit wiederum l\u00e4sst uns die Raumtemperatur als k\u00e4lter empfinden und \u00e4u\u00dfert sich durch das Ausk\u00fchlen von unbekleideten K\u00f6rperstellen, z.B. durch Zugluft.<\/p>\n<h2>Wie kann man das Raumklima verbessern?<\/h2>\n<p>Richtiges Heizen und regelm\u00e4\u00dfiges L\u00fcften bildet die Basis eines optimalen Raumklimas und guter Luft in B\u00fcro und Wohnraum. Denn durch ausgeatmetes Kohlendioxid (CO2) wird der Sauerstoff nach und nach aufgebraucht. Folge: Die Luft wirkt abgestanden und stickig. Wir f\u00fchlen uns unkonzentriert und m\u00fcde, gelegentlich treten auch Kopfschmerzen auf.<\/p>\n<p>Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit ohne einen ausreichenden Luftaustausch kann ebenfalls zu gesundheitlichen Problemen f\u00fchren. Sie entsteht nicht nur in Feuchtr\u00e4umen wie dem Badezimmer, sondern \u00fcberall in der Wohnung durch Atmen und Schwitzen. Die Luftfeuchtigkeit schl\u00e4gt sich an Fenstern, kalten W\u00e4nden und M\u00f6beln nieder, was zu Schimmelbildung f\u00fchren kann. Schadstoffe wie Formaldehyd oder Feinstaub aus Kerzen- oder Zigarettenrauch oder der Abluft von Staubsaugern beeinflussen das Raumklima zus\u00e4tzlich.<\/p>\n<p>Durch t\u00e4gliches, mehrmaliges Sto\u00dfl\u00fcften oder Durchzug gelangt viel Frischluft in den Raum und Kohlendioxid wie auch Schadstoffe str\u00f6men nach drau\u00dfen. Nebenbei wird \u00fcbersch\u00fcssige Luftfeuchtigkeit beseitigt. Gekippte Fenster hingegen lassen R\u00e4ume ausk\u00fchlen und Feuchtigkeit kondensieren, sind f\u00fcr einen Austausch der Luft aber ungeeignet. Ganz wichtig beim L\u00fcften: Heizung runterdrehen!<\/p>\n<h2>Die Natur als Raumklima-Verbesserer<\/h2>\n<p>Die Luftfeuchtigkeit sollte also nicht zu hoch liegen, &#8211; also nicht \u00fcber 60 % -, aber auch nicht zu niedrig. Denn bei einer Luftfeuchtigkeit von unter 30 % werden die Schleimh\u00e4ute belastet. Dies f\u00fchrt zu trockenen Augen, Reizhusten und einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr Erk\u00e4ltungen. Abhilfe schaffen Luftbefeuchter oder Zimmerpflanzen.<\/p>\n<p>Pflanzen wie die Gr\u00fcnlilie oder der Gummibaum regulieren aber nicht nur die Luftfeuchtigkeit. Sie wandeln au\u00dferdem CO2 in Sauerstoff um und reinigen so die Luft von Schadstoffen. Gleiches gilt f\u00fcr offenporige und naturbelassene Baumaterialien wie Massivholzm\u00f6bel oder Holzb\u00f6den, die Feuchtigkeit aufnehmen und diese als Wasserdampf w\u00e4hrend der Heizperiode wieder abgeben. In vielen Fertigh\u00e4usern werden sie ebenso wie moderne L\u00fcftungsanlagen f\u00fcr ein ideales Raumklima eingeplant.<\/p>\n<p>Gr\u00fcndliches Staubwischen und -saugen reduziert die Belastung durch Hausstaub, ein Dichtungsband beseitigt Zugluft. Sind die Werte f\u00fcr Sauerstoffgehalt und Luftfeuchtigkeit erstmal reguliert, kann das Wohnraumklima noch durch geschickte Beleuchtung, nat\u00fcrliche D\u00fcfte oder eine angenehme, chemikalienfreie Wandfarbe optimiert werden. Denn auch das Auge sollte sich wohlf\u00fchlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Raumklima ist ein wesentlicher Bestandteil f\u00fcr das Wohlbefinden in Innenr\u00e4umen. Ob Eigenheim oder B\u00fcro, Schlafzimmer oder Wohnzimmer: Das f\u00fcr ihn ideale Raumklima definiert jeder Mensch anders. Denn Behaglichkeit und Atmosph\u00e4re werden nicht nur von objektiven, sondern auch von subjektiven Einflussfaktoren bestimmt. 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