{"id":1576,"date":"2025-03-04T12:25:25","date_gmt":"2025-03-04T12:25:25","guid":{"rendered":"https:\/\/holger-montag.de\/?p=1576"},"modified":"2025-03-04T12:27:20","modified_gmt":"2025-03-04T12:27:20","slug":"selbstplanung-teil-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/holger-montag.de\/?p=1576","title":{"rendered":"Selbstplanung (Teil 4)"},"content":{"rendered":"<p>. . .<\/p>\n<h2>Reden bringt die Menschen weiter &#8211; im wahrsten Sinn<\/h2>\n<p>Eine Langzeitstudie der Harvard University zum Thema \u201eGl\u00fcck\u201c best\u00e4tigt die Bedeutung sozialer Kontakte im beruflichen Umfeld. Dulde man (auch und gerade private) Gespr\u00e4che unter Mitarbeitern oder f\u00f6rdere sie gar, statt sie zu unterbinden, bauten sie viel einfacher positive Beziehungen zu Kollegen auf. Dies erh\u00f6he nicht nur ihre Zufriedenheit und Arbeitsleistung, sondern beuge auch Isolation und Burnout vor.<\/p>\n<p>Es liegt au\u00dferdem nahe, dass durch diese positiven Beziehungen untereinander auch der gegenseitige Informationsaustausch gef\u00f6rdert wird und das Hintergrundwissen \u2013 etwa um pers\u00f6nliche famili\u00e4re Verh\u00e4ltnisse \u2013 bei der Abstimmung von Urlauben oder Fortbildungen im Rahmen einer Selbstplanung hilfreich ist. Lassen Sie also Ihre Mitarbeiter ruhig auch mal plaudern \u2013 zum Wohle Ihres Unternehmens!<\/p>\n<h2>Einige weitere Voraussetzungen f\u00fcr die Selbstplanung<\/h2>\n<p>Digitalisierung und die Anbindung verschiedener Tools \u2013 soweit noch nicht erfolgt \u2013 sind ein Muss bei der Mitbestimmung. Wer m\u00f6chte schon bei der Abstimmung der Mitarbeiter untereinander die Zettelwirtschaft fort- oder wieder einf\u00fchren, die hoffentlich in der bisherigen Dienstplanung bereits abgeschafft wurde? Ein Heranf\u00fchren der Mitarbeiter an die M\u00f6glichkeiten der digitalen Planung und Kommunikation z\u00e4hlt somit ebenfalls zu den Anforderungen an deren Vorgesetzte.<\/p>\n<p>Auch ein gro\u00dfz\u00fcgiges Zeitfenster zur Einf\u00fchrung von Selbstplanungsprozessen ist wichtig. Wie schon beschrieben, bringt jede Neuerung zun\u00e4chst Skepsis mit sich. Hinzu kommt, dass Selbstplanung der Mitarbeiter noch Neuland ist und sich in Deutschland kaum Vorbilder finden. Dann werden nicht nur motivierte Mitglieder der F\u00fchrungsebene, sondern auch von der Selbstplanung \u00fcberzeugte Mitarbeiter und Betriebsr\u00e4te ben\u00f6tigt, um Zweifel auszur\u00e4umen, miteinander neue Regelungen auszuhandeln und \u00fcber die erzielten Erfolge zu reflektieren.<\/p>\n<h2>Hausaufgaben f\u00fcr die Mitarbeiter<\/h2>\n<p>Doch bedeutet mehr Selbstplanung nicht nur eine Umstellung der Arbeitsstrukturen. Auch die Freizeit der Mitarbeiter will neu organisiert werden, wenn jahrelang festgelegte Arbeitszeitmuster mit einem Male hinf\u00e4llig sind.<\/p>\n<p>Sicherlich hat mehr Freiheit gelegentlich auch negative Effekte \u2013 etwa, wenn in Ermangelung der einst aufdiktierten Sp\u00e4t- oder Nachtschicht nun eine Ausrede daf\u00fcr fehlt, den Besuch bei den Schwiegereltern nicht wahrnehmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mit selbstplanerischen Prozessen verh\u00e4lt es sich n\u00e4mlich ein bisschen wie mit der ersten eigenen Wohnung: Der neu gewonnenen Freiheit und Selbstbestimmtheit steht die Verpflichtung zur Selbstorganisation (und auch mancher Verzicht auf Bequemlichkeit) gegen\u00fcber. Diese muss erst erlernt werden. Sonst bleibt ein Dienst schon mal unbesetzt &#8211; oder beim Vergleich mit der eigenen Wohnung der K\u00fchlschrank leer.<\/p>\n<p>\u2295<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>. . . 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